Auf ein Wort

Auf ein Wort mit Prof. Dr. Werner Ziegler

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Auf ein Wort mit Prof. Dr. Werner Ziegler

Liebe koi-Leserin, lieber koi-Leser,

willkommen im März! Zugegeben, dieser Monat ist einer meiner Lieblingsmonate: Der Frühling beginnt. Alles erwacht zu neuem Leben. Es grünt und sprießt. Es ist deshalb kein Wunder, dass der März bzw. der Frühling (oder auch Lenz genannt) vielfach besungen wird. Von „Jetzt fängt das schöne Frühjahr an“, über „Im Märzen der Bauer“, „Nun will der Lenz uns grüßen“ bis zu „Veronika der Lenz ist da“, reicht das Potpourri.

Der März ist der dritte Monat im Jahr. Und die Zahl Drei ist eine ganz besondere Zahl. Sie gilt seit jeher als göttliche und heilige Zahl. Sie spielt in vielen Mythologien und Religionen eine große Rolle. Z. B. gibt es in der griechischen Mythologie die Dreiheit der Götter Zeus, Poseidon und Hades. In der Ägyptischen Mythologie existiert Isis, Osiris und Horus. Im Hinduismus kennt man Brahma (der Schöpfer), Vishnu (der Erhalter) und Shiva (der Zerstörer).

Eine herausragende Rolle kommt der Drei im Christentum zu: Die heilige Dreifaltigkeit (Trinität), die aus Vater, Sohn und Heiligem Geist besteht. Die Heilige Familie (Christus, Maria und Josef), die Heiligen Drei Könige (Caspar, Melchior und Balthasar). Die Auferstehung Christi am dritten Tag nach seinem Kreuzestod.

Aber auch im Märchen ist die Drei stark vertreten: Märchen mit drei Aufgaben, mit drei Wünschen, mit drei Brüdern, mit 3 Bären, mit drei Schweinen usw.. Folgerichtig ist dann natürlich die doppelte Drei beim 3.3. etwas ganz Herausgehobenes. Der 3.3. wird in einschlägigen Kreisen als der Tag der „Magischen Drei“ bezeichnet. Ihm wird nachgesagt, dass es ein besonderer Tag für alle Zauber und Rituale ist.

Ich halte es lieber mit der Realität und genieße die besondere Luft, die angenehmen Temperaturen und vor allem das Grün und die Frühlingsblumen. Ob Primeln, Schneeglöckchen, Märzenbecher, Krokusse oder Narzissen und Tulpen, alle entschädigen uns für die vielen Einschränkungen und Entbehrungen dieser besonderen, ja schlimmen Zeit.

Von Herzen wünsche ich Ihnen, dass Sie diese Naturschönheiten genießen können. Bleiben Sie gesund!
Ihr W. Ziegler