Auf ein Wort

Auf ein Wort – September

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Auf ein Wort – September

Liebe koi-Leserin, lieber koi-Leser,

ich hoffe, Sie haben trotz der Corona-Einschränkungen den August gut verlebt und konnten die Urlaubs- und Ferienzeit zum Erholen, Ablenken und Kraftschöpfen nutzten. Ich bin froh, dass unsere Kinder mit „Ein Sommer wie noch nie“ (inclusive Flippy Land) des Stadtjugendrings etwas für die bekannten Entbehrungen entschädigt werden. Danke an die Initiatoren, die vielen Helfer, die Stadt und auch an unsere Bürgerstiftung, die einen finanziellen Beitrag zur Realisierung leistete. Da die Ferien ja noch nicht zu Ende sind, möchte ich Ihnen auch für den September weitere drei meiner Lieblingsausflugsorte vorstellen.

Zunächst geht’s Richtung Tübingen, zum Kloster Bebenhausen. Diese wunderbare Klosteranlage ist zu Recht zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt worden. Wunderschön und Ehrfurcht gebietend sind vor allem Kreuzgang, Parlatorium, Kapitelsaal und der Klostergarten. 1183 wurde das Kloster von den Zisterziensern gegründet und war nach der Reformation eine Schule. Der letzte württembergische König, Wilhelm II, verbrachte dort seine letzten drei Lebensjahre. Auch der württembergische Landtag tagte in diesen Gemäuern zwischen 1946 und 1952.

Mein zweiter Tipp: Haigerloch. Ein Jahr lang war dieser Ort Zentrum der Atomelite. Alles was in Sachen Kernphysik und Reaktorbau Rang und Namen hatte, versammelte sich dort. Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Physik zog nämlich kurz vor Ende des 2. Weltkriegs von Berlin nach Haigerloch um. Unter strengster Geheimhaltung entstand im Felsenkeller des Schwanenwirts der Forschungsreaktor. Ein Besuch des Atomkeller-Museums ist interessant, lehrreich und lohnt den Anfahrtsweg!

Mein dritter Tipp. Ehemaliger Truppenübungsplatz Münsingen. Kaum zu glauben, welche Ruhe dieser Ort jetzt ausstrahlt. Wo einst Panzer hin und her rasten, wo es knallte und donnerte, wo scharf geschossen wurde, ist jetzt das Kernstück des großen Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Drei Dinge sollte man beachten: Informationen im Alten Lager einholen, Wege nicht verlassen und das ehemalige Dorf Gruon besichtigen. Es wurde 1939 zur Erweiterung des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen völlig geräumt. Nur die Stephanskirche und das Schulhaus blieben stehen. (Zur Erinnerung das Buch „111 Orte auf der Schwäbischen Alb, die man gesehen haben muss“ von Barbara Goerlich.)

Ich wünsche Ihnen einen schönen September, ein gutes Zurück in die Schul- und Arbeitswelt – und vor allem: Viel Gesundheit
Ihr W. Ziegler