Auf ein Wort

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Auf ein Wort
Prof. Dr. Werner Ziegler

Auf ein Wort

Liebe koi-Leserin, lieber koi-Leser,
herzlich willkommen im August. Ja, dieser Monat bietet Vieles: Sommer, Sonne, Ferien, Urlaub, Reisen, Ausruhen, Faulenzen …..

Einen Punkt davon möchte ich heute besonders beleuchten: Das Reisen, respektive. den Tourismus. Dr. Michael Frenze., der Präsident des Deutschen Tourismuswirtschaft e.V. sagt Folgendens: „Tourismus ist ein echter Wirtschaftsfaktor. Allein in Deutschland steht die Branche für 2,9 Millionen Arbeitsplätze. Tourismus trägt hierzulande mehr zum Bruttoinlands-produkt bei als Automobilindustrie oder Maschinenbau – das ist mittlerweile bekannt.“

Tourismus ist ein großer Wirtschaftsfaktor. Er trägt auch zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung zählreicher Länder unserer Erde bei, namentlich auch von Schwellen- und Entwicklungsländern. Michael Frenze zählt unter anderem auf: Im Jahr 2012 sind 11,2 Millionen Touristen aus Deutschland in Entwicklungs- und Schwellenländer gereist. Die Ausgaben deutscher Touristen bei solchen Reisen belaufen sich auf 13,5 Milliarden Euro. Nach Abzug der Einkäufe von Tourismus-unternehmen (inkl. Importen) verbleiben 6,9 Milliarden Euro als direkter Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt.

Genauso unbestritten wie diese Zahlen dürften aber auch die ökologischen Folgen sein: CO2-Ausstoß, Verunreinigung von Natur- und Kulturschönheiten, verstopfte Straßen, überfüllte Strände und Städte, Missachtung der lokalen Bevölkerung usw. Unter www.naanoo.de ist zu lesen: „Die ökologischen Folgen (des Massentourismus) sind weitreichend: wachsende Umweltprobleme, hoher Land- und Wasser-, aber vor allem auch enormer Energieverbrauch. Jeder Fluggast verbraucht auf dem Weg von Europa bis an den Äquator so viel Energie, wie eine/e durchschnittliche/r Autofahrer/in in sieben Monaten verfährt.“

Weder ein Verdammen des Tourismus, noch ein uneingeschränktes „Weiter so“ sind angesagt! Ein „Sanftes Reisen“ ist die Forderung der Stunde. Und dies bedeutet: Rücksicht auf die Natur, Respekt vor fremden Kulturen, Schonung der Kulturdenkmäler und ökologische Verträglichkeit.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erholsame Ferien- und Urlaubszeit
Ihr W. Ziegler