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Quo Vadis Geislingen an der Steige?

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Quo Vadis Geislingen an der Steige?
Gastbeitrag von OB Dehmer

Quo Vadis Geislingen an der Steige?

Wie wollen wir in Geislingen in Zukunft leben? Was brauchen wir, um uns hier wohlzufühlen? Bereits vor fünf Jahren haben wir uns auf den Weg gemacht, ein nachhaltiges Stadtentwicklungskonzept für Geislingen aufzusetzen, um die Stadt für die nächsten Jahre bereit zu machen. Dieses Konzept der nachhaltigen Stadtentwicklung nennt sich MACH5. Hier sind Entwicklungsziele für die Zukunft formuliert worden. Schon jetzt haben wir viele Dinge davon angepackt und viele Maßnahmen erfolgreich umgesetzt. Geislingen ist auf einem guten Weg. Zeit für eine Zwischenbilanz.

Die Schüler- und Studierendenbewegung „Fridays for Future“ zeigt es: der Klimaschutz rückt immer mehr ins Bewusstsein der Menschen. Bei uns in der Stadtverwaltung ist dieses wichtige Thema bereits seit mehreren Jahren relevant. Wir machen uns stark für regenerative Energien. So hat sich der Anteil des regenerativ erzeugten Stroms in Geislingen seit 2005 vervierfacht. Die Durchschnittswerte liegen dabei weit über denen von Baden-Württemberg. Auch die Energieeinsparungsbemühungen der Stadt selbst bei Wärme und Strom zeigen deutlich Wirkung. Darüber hinaus haben wir für unsere Mitarbeiter vor Kurzem zwei weitere E-Bikes für kürzere Dienstfahrten im Stadtgebiet angeschafft. Neben den Beiträgen zum Klimaschutz, setzen wir uns auch für die Landschaft ein. So erhalten beispielsweise Streuobstwiesenbewirtschafter Zuschüsse für den Schnitt ihrer Bäume. Um die Stadt aufblühen zu lassen, haben wir im Frühjahr kostenlos Samentütchen verteilt, und das Team vom Bauhof kümmert sich kreativ um den Blumenschmuck in unserer Stadt.

Weitere Maßnahmen von MACH5 sind noch nicht abgeschlossen wie die Erhöhung der Sauberkeit in unserer Stadt. Hier haben wir aber bereits die Reinigungsfrequenz erhöht sowie eine neue, kleine Kehrmaschine gekauft und an verschiedenen Stellen neue, größere Müllbehälter aufgestellt. Ziel ist es, einen Plan auszuarbeiten, um die unterschiedlichen Müllprobleme wie wilder Müll in der Natur oder unangemeldete Sperrmüllablagerungen in den Griff zu bekommen. Davon haben wir in Geislingen definitiv zu viel und das ärgert uns besonders. Dass sich grundsätzlich immer mehr Menschen für eine saubere Stadt engagieren, sehen wir an der Putzaktion „Geislingen räumt auf!“. Hier verzeichneten wir in diesem Frühjahr einen Teilnehmerrekord und an dieser Stelle möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei allen Freiwilligen für dieses tolle Engagement bedanken – einfach spitze, wie Sie alle sich einsetzen!

Beim sehr wichtigen Themenfeld „Wohnen“, haben wir in den vergangenen Jahren ebenfalls mehrere tolle Projekte mit unterstützt: vom Mehrgenerationenhaus über das DRK-Seniorenzentrum, die Errichtung neuer und Erneuerung älterer Spielplätze, den Breitbandausbau für schnelles Internet bis hin zu freiem WLAN in der FuZo. Interessant ist zu diesem Thema auch ein Blick in die Statistik: Die Zahlen zeigen, dass es seit 2011 wieder vermehrt jüngere Erwachsene nach Geislingen zieht und es generell mehr Zuzüge als Fortzüge gibt.

Am Herzen liegt mir persönlich auch das Thema Integration. Ein Integrationsrat soll dazu beitragen, das Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster
Nationalität und Religionen in Geislingen zu verbessern. Ein Blick in die Statistik zeigt außerdem: Die Zahl der Asylbewerber ist seit 2015 deutlich zurückgegangen.

Was wurde sonst noch in den vergangenen fünf Jahren im Rahmen von MACH5 unternommen? Es gibt noch mehr Themenfelder wie Mobilität, Tourismus, Kultur, Inklusion, Familie, Bildung und Bürgermitwirkung. Diese Infos finden Sie im erst kürzlich veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht der Stadtverwaltung – kostenlos erhältlich auf der Homepage der Stadtverwaltung unter www.geislingen.de. Auch wenn wir uns auf einem guten Weg befinden, wir müssen unsere Ziele von MACH5 jetzt reflektieren und neu justieren, um die Stadt weiter voran zu bringen, denn die Rahmenbedingungen haben sich teilweise verändert und ändern sich auch in Zukunft. Die Arbeit geht sicher nicht aus.

Packen wir es an!