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Faszinierendes Afrika

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Faszinierendes Afrika
Camping in Namibia und Botswana

Faszinierendes Afrika

Egal ob durch einen Campingurlaub oder durch einen Hotelurlaub – wer einmal dem Reiz des südlichen Afrikas mit seinen faszinierenden Tieren, den netten Menschen und der überwältigenden Landschaft erlegen ist wird immer wieder kommen wollen – infiziert mit dem „Afrika-Virus“!

Camping in Afrika – ob das funktioniert? Das wollten meine Frau Heike und ich ausprobieren, nachdem wir bereits Hotelurlaube im südlichen Afrika gemacht hatten. Warum überhaupt Camping? Da Botswana ein relativ hochpreisiges Urlaubsland ist, wir aber schon sehr viel Interessantes darüber gehört hatten, wollten wir es auch bereisen. Und so organisierten wir zusammen mit dem Geislinger Reisebüro Travel-Service eine dreiwöchige Rundreise im Mai/Juni mit Namibia und Botswana und einem Mix aus Camping und Hotelaufenthalten.

Mit Air Namibia ging es über Nacht von Frankfurt nach Windhuk. Für Deutsche ist kein vorheriges Visum erforderlich, man erhält bei der Einreise einen gebührenfreien Einreisestempel. Da wir über das Reisebüro bereits in Deutschland den Camper gemietet hatten, wurden wir kurz darauf abgeholt und zur nahe gelegenen Mietstation gefahren. Nach Erledigung der üblichen Form

alitäten (für die man etwas Zeit einplanen muss) wurden wir in das Fahrzeug eingewiesen. Zum Übernachten wird das Dach hoch- un

d ein Seitenteil umgeklappt, wodurch ein kleines Doppelbett entsteht. An der Seite befindet sich ein Zweiflammenherd zum Herausziehen. Das Einzige, das nicht am Fahrzeug ist, ist ein WC…

Vom Flughafen aus ging es zunächst nach Windhuk in einen SPAR (ja, auch den gibt es in Namibia), um dort alles Notwendige für die nächsten Tage einzukaufen. Danach fuhren wir auf der autobahnähnlichen B1 in Richtung Norden bis Otjiwarongo wo wir zum ersten Mal auf einem Campingplatz in Afrika übernachteten! Die nächsten drei Tage verbrachten wir im Etosha-Nationalpark mit wunderbaren Tierbeobachtungen: mehrere Elefantenherden, unzählige Zebras, Giraffen, Vögel und sogar eine Löwenherde mit Jungtieren. Im Etosha sieht man IMMER irgendwelche Tiere, man darf nur nicht auf die sogenannten „Big Five“ (Löwe, Elefant, Nashorn, Leopard, Büffel) fixiert sein, sondern sollte sich auch von allen anderen Tieren und natürlich der Landschaft faszinieren lassen.

Anschließend ging es 400 km schnurgerade zum Caprivi-Streifen, einem „Anhängsel“ an Namibia, das auf einen Tauschvertrag von 1890 zwischen Deutschland und England zurückgeht. Wir übernachteten direkt am Ufer des Okavango, auf dem wir bei einer Bootssafari zahlreiche Nilpferde sahen! Auch im Caprivi gibt es einige kleinere Nationalparks und schöne Campingplätze, einer davon direkt am Sambesi. Direkt nach dem Überqueren der Grenze zu Botswana machten wir die ersten Erfahrungen mit Tiefsand – gut dass wir ein Allradfahrzeug hatten!

Auf der Fahrt durch den Chobe Nationalpark begegneten wir Büffel- und sogar Giraffenherden. Von unserer Unterkunft aus unternahmen wir eine geführte Tour zu den Victoriafällen, verbunden mit einem unvergesslichen Hubschrauberflug. Botswana gilt als Elefantenland und so war eine Nacht auf dem „Elefant’s Sand“ Campingplatz Pflicht. Hier fanden wir bei einem Bush-Walk neben einem Elefanten auch eine giftige Puffotter! Ein weiterer Höhepunkt unserer Reise war eine Übernachtung in den Salzpfannen bei Gweta! Nur begleitet durch einen Guide übernachteten wir bei völliger Stille im Schlafsack unter dem Sternenhimmel, der durch das fehlende künstliche Licht absolut beeindruckend war.

Aber auch die danach folgende Expedition in das Okavango-Delta war unvergleichlich. Zuerst ging es durch 50 km Tiefsand und wacklige Brücken zu einem Campingplatz, wo wir mitten im Moremi Nationalpark dieses Mal ohne Zaun übernachteten! Nach der Rückfahrt mit Blick auf eine Herde Wildhunde und Elefanten folgte ein Rundflug mit einem Sportflugzeug über das Okavango-Delta, wo der Okavango mitten in Afrika in der Wüste versickert!

Schließlich fuhren wir durch die faszinierende Weite von Botswana und Namibia zurück zum Flughafen bei Windhuk, wo wir unseren Camper nach ca. 4000 km abgaben und zur letzten Unterkunft auf einer nahegelegenen Farm gingen. Die Zeit bis zum Rückflug vertrieben wir uns noch mit einer Wanderung auf den zweithöchsten Berg Namibias, dem Bismarck (2500m). Einer unserer schönsten Urlaube war zu Ende!

Heike & Andreas