Musik

Matthias Deutschmann – Notwehr für Alle!

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26. September um 20 Uhr | Rätsche

Matthias Deutschmann – Er steht seit 40 Jahren auf den kleinen und großen Bühnen dieser Republik. Über ein Dutzend Soloprogramme sind dabei herausgekommen, mit handfesten Titeln wie „Eine Schnauze voll Deutschland”, „Wenn das der Führer wüsste”, „Deutsche, wollt ihr ewig leben?”.

Das neue Programm „Notwehr für Alle!” folgt weiter dem roten Faden des politischen Kabaretts durch das pandemisch-politische Labyrinth dieser Tage. Gestern ging es noch darum, zusammen mit Greta den Planeten zu retten. Heute müssen wir uns an das Zusammenleben mit einem antikapitalistischen Virus gewöhnen. Es befällt nicht nur die Lunge, sondern auch die Phantasie und setzt Verschwörungstheorien frei. Die Regierenden mutieren zu Dirigierenden, gemäß der uralten Weissagung des Propheten Höcherl, der da sagte: „Man kann nicht die ganze Zeit mit dem Grundgesetz unterm Arm herumlaufen.“

Was tun? Wallenstein hatte seinen Astrologen. Merkel einen Virologen. Der Philosoph Jürgen Habermas hat das Berliner Robert Koch Institut am besten beschrieben: „Soviel Wissen über unser Nichtwissen gab es noch nie.“ Alles Weitere erfahrt ihr mündlich und mit dem gebotenen satirischen Abstand zum um sich greifenden Wahnsinn.

Mit der fulminanten musikalischen Unterstützung durch den Pianisten Helmut Lörscher.

Matthias Deutschmann, geboren am 16. September 1958 in Betzdorf, zog 1973 nach Südbaden um und begann 1977 in Freiburg ein Studium. Ab 1979 beschäftigte er sich mehr und mehr mit dem Kabarett und trat zunächst als Mitglied verschiedener Kabarettgruppen auf. 1989 zog er nach Berlin um und begann nun auch Soloprogramme vorzutragen. 1991 kehrte er nach Freiburg zurück. Deutschmanns Markenzeichen ist das Cello, das er in seinem Programm als lyrischen Kontrapunkt zu seinen oft giftigen Pointen einsetzt.