Stadtleben

Aktueller Stand vom Kinderzentrum K19

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Aktueller Stand vom Kinderzentrum K19
Vorraussichtliche Eröffnung September 2019

Aktueller Stand vom Kinderzentrum K19

Die meisten haben schon davon gehört. In der Karlstraße 19, im ehemaligen Sportgeschäft Gass, entsteht gerade das sogenannte K19. Dabei handelt es sich um ein Kinderzentrum, das Hand in Hand von Jürgen Klinsmanns Stiftung Agapedia und der Stadtverwaltung Geislingen realisiert wird.

„Geislingen liegt mir am Herzen, weil ich noch immer eine besondere Beziehung zu dieser Region habe. Dort habe ich wichtige Jahre meines Lebens verbracht. Es ist schon ein Stück weit Heimat für mich“, so Klinsmann, der in Geislingen aufgewachsen ist. Doch nicht nur Region und Stadt sind ihm wichtig, auch zum Gebäude hat er eine starke Bindung: „Das Sportgeschäft, das dort war, war über viele Jahre eine Anlaufstelle, wenn ich in der Heimat war. Werner Gass, der das Sportgeschäft betrieben hat, war nicht nur mein Jugendtrainer, sondern auch eine Brücke zu meiner Geislinger Vergangenheit.“
Wer sich gefragt hat, was es mit dem Namen auf sich hat: K 19 ist einfach eine Abkürzung für Kanalstraße 19, wo das Kinderzentrum entsteht.

 

Noch ist das K19 eine große Baustelle. Die 500 Quadratmeter wurden bereits von Ehrenamtlichen entkernt und mehrere Firmen haben mit dem Innenausbau begonnen. „Eine wahnsinnige Leistung, die alle Beteiligten schon jetzt vollbracht haben“, sagt Stadtjugendreferent Klaus Nickel. Jetzt geht es an die detaillierte Gestaltung der Räume, bei der Kinder nach Möglichkeit auch immer wieder beteiligt werden sollen. „Sie dürfen sehr gerne mithelfen“, sagt Klaus Nickel. „Selbstverständlich nur in dem Rahmen, den sie auch leisten können.“ Die Umsetzung partizipatorischer Maßnahmen wird durch die Hochschule Esslingen begleitet. Sandra König ist hier die von Agapedia beauftragte Mitarbeiterin. Dass sich in der Karlstrasse 19 etwas tut, haben schon viele Kids in der Stadt mitbekommen. „Ich werde oft angesprochen, wann da denn endlich was geht“, schmunzelt Klaus Nickel. Voraussichtlich im September 2019 soll das K19 eröffnen und dann zunächst in einer dreijährigen Pilotphase betrieben werden.

Der Hintergrund

Bereits seit 1995 ist der ehemalige Profi-Fußballspieler Jürgen Klinsmann mit seinem Kinderhilfswerk Agapedia (= Liebe zu Kindern) aktiv. Die Stiftung betreibt neben einem Kinderzentrum in Esslingen am Neckar ein Stiftungsnetzwerk mit sozialen Projekten in Rumänien, Bulgarien, Republik Moldau und Georgien. Vor mehreren Jahren entstand die Idee, auch in Klinsmanns ehemaligen Sportgeschäft im Herzen von Geislingen an der Steige ein Kinderzentrum aufzubauen. In mehreren Treffen im Jahr 2017 und 2018 hat Klinsmann sein altes Netzwerk aktiviert und zusammen mit der Stadtverwaltung in Geislingen, Oberbürgermeister Frank Dehmer sowie Schulen, Vereinen und Trägern der Kinder- und Jugendhilfe und Einrichtungen einen Konsultationsprozess mobilisiert, um eine optimale Nutzung der Räumlichkeiten für die Kinder in Geislingen herauszufinden. Fünf Arbeitsgruppen haben die Notwendigkeit eines Kinderzentrums für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren mit einem Gemeinwesenbezug festgestellt und das Projekt „K19 – Fit fürs Leben“ getauft. Das Kinderzentrum „K19“ soll ein Ort sein, an dem alle willkommen sind, sich wohlfühlen und sich als dazu gehörend erleben können. Toleranz gegenüber allen und Schutz für alle bilden die Basis und geben Raum, individuelle Interessen zu gestalten und umzusetzen. Allen Beteiligten für es wichtig, dass jedes Kind zwischen 6 und 12 Jahren Zugang zum „K19“ hat – unabhängig von seiner Herkunft, Nationalität und Religion. Angebote werden aus den Bedürfnissen der Kinder des „K19“ entwickelt. Darüber hinaus werden bewährte Programme angeboten. Die Durchführung des Projekts erfolgt in Partnerschaft mit der Stadt Geislingen an der Steige und ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Das Projekt K19 wird von der Kinderhilfsaktion Herzenssache mit 200.000 Euro und von der Stadt jährlich (zunächst befristet auf drei Jahre) mit 100.000 Euro unterstützt, die Gesamtkosten für das in der ersten Phase auf drei Jahre angelegte Projekt sind auf ca. 870.000 Euro kalkuliert. Dementsprechend ist das K19 auf Spenden angewiesen.