Stadtleben

Aufhausener Bockbierfest

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Aufhausener Bockbierfest
24., 29. & 30. Mai

 Aufhausener Bockbierfest

Die Geschichte des Bockbieres: Denkt man an Bockbier, denkt man an Maibaum-Aufstellen, an Lederhosen und den Nockherberg. Allerdings, wer hätt’s gedacht: Ursprünglich sind Bockbiere norddeutsche Biere und wurden damals nämlich auch noch korrekt „Einbecker Biere“ genannt, als Biere der Stadt Einbeck in Niedersachsen. Ein gutes, teures und vor allem lange haltbares Bier. Die Namen Bock & Doppelbock entstanden dann aber – ach, da san’s doch, die Hammel – aus dem bayrischen Dialekt, in dem aus dem Einbecker Bier ein „Ainpöckisch Bier“ wurde, verkürzt zu „Ainpöck“ und schließlich zu “ ein Bock“, zum Bockbier also.

In der Zeit der Hanse besaß das Einbecker Bier einen wichtigen Handelswert. Felle, Gold und Silber, Gewürze und so weiter mussten ja schließlich irgendwie bezahlt werden. So kam 1553 die erste Ladung Einbecker auf dem Landweg nach München. Das erfreute die bayrischen Herzöge sehr, denn zu leckerem Bier sagt niemand Nein – tatsächlich wurde soviel von dem norddeutschen Gebräu getrunken und folglich dafür ausgegeben, dass sich dies in der Staatskasse bemerkbar machte. Da wurde es Herzog Wilhelm V von Wittelsbach zu bunt, und so wies er seinen Braumeister Heimeran Pongratz an, ein neues Brauhaus zu entwerfen, um das Einbecker Bier herzustellen. Man wollte das gute Bier einfach klonen, jawohl. Die Brauerei wurde im Herzen von München gebaut – da wo heute das berühmte Hofbräuhaus steht. Das Bier „nach einpöckscher Brauart” wurde in München heimisch.

Doch nicht nur weltliche Braumeister verstanden sich auf die Kunst, ein starkes und wohlschmeckendes Bier zu brauen. Auch die Mönche in den Klöstern Süddeutschlands wussten, wie sie ihre täglichen Mahlzeiten durch flüssige Nahrung aufbessern konnten. Das kam ihnen vor allem in der Fastenzeit zugute, wenn die ohnehin schon schmale Kost noch spärlicher wurde. Denn „Flüssiges bricht Fasten nicht”. Das schmackhafte, kräftige und dank seiner Inhaltsstoffe auch gesunde Bockbier half, die mageren Wochen zu überstehen und tröstete über den knurrenden Magen hinweg.

Immer mehr Mönche und Nonnen brauten das Bier für den Eigenbedarf und haben recht schnell eine neue Einnahmequelle entdeckt: Sie verkauften das Bier an die Bevölkerung. Zu den ersten kommerziellen Produzenten gehörten die Paulaner Mönche: Nachdem Kurfürst Karl Theodor 1780 einen Probekrug „Salvator“ gekostet hatte, gestatte er den Mönchen den offiziellen Ausschank. Der SV Aufhausen feiert dem Bockbier zu Ehren sein bekanntes Bockbierfest. Am Sa, dem 25.05. bringen bigFM DJ´s ROCKMASTER B + Alfred Newman das Zelt zum Beben. Mittwochabends, am 29.05 rockt die Liveband PAPA´z finest das Zelt und heizt euch richtig ein. Und für die Papas: Am Donnerstag, den 30.05. gibt’s den beliebten Vatertagshock mit Mittagsbuffet. Alle Veranstaltungen selbstverständlich wieder mit Shuttleservice.