Stadtleben

Bernie Paul an Bord!

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Bernie Paul an Bord!
Diddi erzählt

Bernie Paul an Bord!

Wir schreiben das Jahr 2011, das Jahr des hundertjährigen Jubiläums des Tennisvereins in der Jahnhalle. Als Überraschung war kein anderer als Bernie Paul eingeladen. Die meisten kennen den deutschen Sänger und Produzenten aus Bayern mit Sicherheit, besonders die Lieder „weil i di mog“ und „oh no no“ haben es zu Berühmtheit geschafft.

Wie es so läuft im Leben, auch die größten Stars werden nicht von Krankheiten verschont, also musste unser Bernie 12 Stunden vor dem großen Auftritt aufgrund hohen Fiebers die Veranstaltung leider absagen. Der ehrgeizige Vorstandsvorsitzende des Tennisvereins Heinz Bentler war aber so traurig über den Verlust seines Hauptaktes, dass er nun Himmel und Hölle in Bewegung setzte, um doch noch zu seinem Bernie zu kommen. Denn auch mit Fieber können ein paar Lieder gezwitschert werden, wenn der Wille denn stark genug ist (außerdem gibt es ja auch Arznei, die schnell fiebersenkend wirkt).

So erhielt ich also einen Anruf vom besagten Vorstand mit der Bitte, den kranken Bernie Paul aus München mit dem Taxi abzuholen. Eigentlich kein Problem, wenn man nicht im wohlverdienten Urlaub in der Schweiz gerade Erholung suchte. Doch wie gesagt, Vorstand wird man nicht ohne Ehrgeiz und Heinz Bentler schaffte es relativ schnell mich dazu zu bewegen, meinen Urlaub abzubrechen. Also fuhr ich von den Eidgenossen kurz nach Geislingen, machte mich frisch, um gleich im Anschluss weiter nach München zu donnern.

Um 18.00 Uhr hatte ich Bernie im Wagen – sodass wir pünktlich wie die Feuerwehr um 20.00 Uhr in Geislingens schöner Jahnhalle eintrafen. Die Fahrt war eine einzige Party, denn auch mit Fieber sangen wir die komplette Fahrt bis zur Ankunft. Der gute Mann sang eine Stunde vor begeistertem Publikum und ließ sich von mir gleich im Anschluss, ohne einen Kaffee getrunken zu haben, wieder über die Landesgrenzen nach Bayern bringen.