Stadtleben

„Firma Schlötter erhält Landesinnovationspreis“

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„Firma Schlötter erhält Landesinnovationspreis“
  „Firma Schlötter aus Geislingen erhält Landesinnovationspreis“

Stolze Nachrichten aus dem alten Jahr

Es ist immer wieder schön zu sehen, dass viel Neues und Innovatives aus dem süddeutschen Raum stammt, wenn dazu noch aus Geislingen, macht uns das natürlich besonders stolz. Wir freuen uns sehr über die Verleihung des Landesinnovationspreises an die Firma Schlötter aus Geislingen. Mit dem Preis zeichnet das Land jedes Jahr mittelständische Unternehmen für herausragende Entwicklungen und Anwendungen neuer Technologien aus.

“Innovationsfähigkeit ist der Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg und den Wohlstand des Landes. Aber Innovationsfähigkeit ist kein Selbstläufer. Erfolgreiche Innovationen verlangen Ideen, die voller Engagement in die Tat umgesetzt werden, mit allen Risiken, die damit verknüpft sind. Es braucht ständig neuen Anlauf, wenn wir führende Innovationsregion Europas bleiben wollen”, sagte Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut bei der feierlichen Preisverleihung Ende 2018 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart.

Schlötter bewarb sich mit den alkalischen Zink-Nickel-Verfahren SLOTOLOY ZN “Generation VX” erstmals um den Dr.-Rudolf-Eberle-Preis und war auf Anhieb erfolgreich: Mit der VX-Technologie, einem Verfahren zur ressourcenschonenden Zink-Nickel-Abscheidung, konnte sich das Unternehmen gegenüber 94 anderen Bewerbern durchsetzen.

Die Vernichtung von Stahlwerkstoffen durch Korrosion verursacht jährlich volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe und gefährdet zudem die öffentliche Sicherheit. Professioneller Korrosionsschutz kann diesen Prozess jedoch verzögern und so der Zerstörung wertvoller Werkstoffe vorbeugen. Die Galvanotechnik spielt dabei eine herausragende Rolle. Für Eisenwerkstoffe ist die galvanische Beschichtung mit Zink oder Zinklegierungen eine der besten Möglichkeiten zum Schutz gegen Korrosion. Durch die neue Technologie fällt weniger giftiges Cyanid an, gleichzeitig sinkt der Stromverbrauch um bis zu 30 Prozent und es kann mit einer niedrigeren Nickelkonzentration gearbeitet werden. Dies zeige mal wieder, dass Umwelt und Wirtschaft Hand in Hand gehen könnten und der ökologische Wandel der Wirtschaft voranschreite.

Eine gelungene Verbindung aus Ökologie und Ökonomie
Herkömmliche alkalische Zink-Nickel-Elektrolyte werden mit unlöslichen Stahlanoden oder glanzvernickelten Stahlanoden betrieben. Bei den Verfahren der Generation VX wird stattdessen eine neu entwickelte manganhaltige Anode eingesetzt, die im Februar 2017 auch zum Patent angemeldet wurde. Das große Plus: Durch die neue Spezialanode VX 1 lässt sich eine unerwünschte Nebenreaktion der Zink-Nickel-Abscheidung, die Entstehung von Cyaniden an der Anode, weitgehend vermeiden. Die neuen VX-Verfahren bieten den Anwendern gleich mehrere Vorteile:

Effizienter Ressourceneinsatz:
Der Chemieverbrauch ist insgesamt geringer. Aufgrund der niedrigeren Badspannung und weniger Kühlaufwand kann der Stromverbrauch insgesamt um bis zu 30% reduziert werden.

Höhere Produktivität:
Bei der Beschichtung von Trommelware steigt die Stromausbeute um 5-10%, bei der Beschichtung von Gestellware um ca. 5-7%. Durch die höhere Stromausbeute wird gleichzeitig die Abscheidegeschwindigkeit um ca. 5-20% erhöht, somit kann der Ausstoß von Galvanoanlagen um bis zu 30% gesteigert werden.

Stärkung Umwelt- und Klimaschutz:
Die deutliche Energieeinsparung bei der Beschichtung, die Erhöhung der Abscheidegeschwindigkeit und die Einsparung an organischen Additiven führen nicht nur zu einer Erhöhung der Produktivität, sondern zu einer deutlichen Reduzierung von Cyanid und Abwassermenge pro gefertigtem Bauteil und einer Reduktion des Energie- und Abwasserverbrauchs bei der Abwasserbehandlung.