Stadtleben

Geislinger „Blitzerzahlen“ zu Coronazeiten

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Geislinger „Blitzerzahlen“ zu Coronazeiten

Vergleiche zum Vorjahr

Jedem Autofahrer sollte bekannt sein, dass Geschwindigkeitsüberschreitungen das Unfallrisiko im Straßenverkehr um ein Vielfaches ansteigen lassen.

Trotzdem ist es eine Tatsache, dass deutsche Autofahrer gerne und oft schnell unterwegs sind und dabei manchmal auch die maximale Höchstgeschwindigkeit aus den Augen verlieren. (Ich habe beim Schreiben dieses Berichts den Briefkasten geleert und einen gelben Umschlag vorgefunden – selber Schuld). Uns hat interessiert, wie sich die Zahlen während Corona im Vergleich zum Vorjahr verändert haben. Vielen Dank an die Stadt Geislingen an dieser Stelle für das schnelle Liefern von Zahlen.

Im Jahr 2020 hatte die Stadt tatsächliche Einnahmen aller Blitzer im Stadtgebiet aufgrund von 18.667 Geschwindigkeitsverstößen in Höhe von 419.917,49 Euro. Im Jahr 2021 gab es bislang 1.736 Geschwindigkeitsverstöße (Zeitraum 01.01.2021 bis 31.03.2021). Das entspricht Einnahmen von 34.574 Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum (01.01.2020 bis 31.03.2021) waren es 5.474 Verstöße sowie Einnahmen von 137.881 Euro. „Hier sieht man ganz deutlich: Die Pandemie hat einen Einfluss auf die Mobilität in unserer Stadt“, sagt Ordnungsamtsleiter Philipp Theiner. „Wir haben deutlich weniger Verkehrsverstöße vom 1. Januar bis 31. März diesen Jahres im Vergleich zum Vorjahr, wo noch keine Pandemie war. Grundsätzlich kann man die gesunkenen Zahlen anhand der geringeren Mobilität, der stärkeren Homeoffice-Nutzung etc. und dem damit einhergehenden geringeren Verkehrsaufkommen erklären.“

Übrigens: Moderne Blitzeranlagen können bereits bei 1 km/h zu schnell auslösen.