Stadtleben

Kneipen in Geislingen sollen früher schließen

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Kneipen in Geislingen sollen früher schließen
Neugestaltung der Sperrzeiten

Kneipen in Geislingen sollen früher schließen

In Geislingen wird gerade darüber diskutiert und debattiert, die Kneipen im Städtle früher zu schließen. So ging bei der Stadtverwaltung der Antrag ein, die bisherigen Sperrzeiten Geislingens neu zu gestalten und eine frühere Schließung der Bars zu erwirken, um Ruhestörungen zu verhindern.

So fühlt sich beispielsweise eine Anwohnerin der Fußgängerzone Geislingens nachts um ihren wohlverdienten Schlaf gebracht, da beim stattfinden Lärm in der Fuzo nicht an einen erholsamen Schlaf zu denken sei. Trotz geschlossenen Fenstern, wie sie der GZ mitteilte. Bisher hat es uns nachts in der Region Fußgängerzone nur in Richtung Maxime, Altelier, Clochard oder Spitze verschlagen, auch häufig, um die City-Pics fürs koi zu schießen, und da müssen wir sagen, dass hier ein sehr gesittetes Publikum residiert und es aus eigener Erfahrung zu keinerlei Pöbeleien von Betrunkenen kam.

Allerdings gibt es in der oberen Stadt ja auch andere Etablissements und die „Interessengemeinschaft Fußgängerzone“ bestätigte häufige Ruhestörungen. Wie man es dreht und wendet, der Wunsch wächst, die Öffnungszeiten unserer Kneipen und Geislinger Bars zu verkürzen. Klar ist es jetzt leicht für uns zu sagen: „Was für ein Quatsch, lasst doch unsere Kneipen da oben in Ruhe, die sowieso ständig am Kämpfen sind, für die Geislinger mit neuen Aktionen um Aufmerksamkeit zu werben (denn seien wir mal ehrlich, so viele Bars gibt es bei uns nicht mehr).“ Aber nur wenige von uns wohnen auch wirklich da oben und sind „negativen Effekten“ der Gastronomie auch wirklich ausgesetzt.

Unser unwichtiger Vorschlag: Denkt doch bitte beim Verlassen der Kneipe an die Anwohner da oben und seid froh, dass wir zu später Stunde noch ein Bierchen bekommen – ohne bisherige Einschränkungen – DANKE!

Wir haben mit zwei Gastronomen sprechen können, Erkan, Betreiber des Mamagayos, und Thomas „Wanze“ Müller von der Spitze, der direkt in der Fußgängerzone seine Kneipe betreibt.

Mamagayo, Erkan
Geislingen als Kurort?
Nur weil es an einem Ort zu laut ist sollen alle Gastronomen daran glauben? Die Stadt sollte härter auf den Straßen durchgreifen und dies nicht bei denjenigen tun, die die Wirtschaft ankurbeln, Arbeitsplätze schaffen und reichlich Steuern zahlen. Sie sollten die Strafen erhöhen und nicht die Umsatzzeiten kürzen.

Ein KO Schlag für Geislingen. Somit stirbt die Stadt vollends aus!

Bistro Spitze, Thomas „Wanze“ Müller
Ich mache meinen Job jetzt seit über 22 Jahren, davon 18 Jahre alleine in der Altstadtkneipe Spitze. Die Spitze wird neben Studentenstammtischen eher von einem „älteren Publikum“ heimgesucht und aus meiner Sicht wäre die Sperrstunde freitags und auch samstags zwischen zwei und drei Uhr in Ordnung, da danach „sowieso nichts mehr geht“. Was mir persönlich ein ganz wichtiges Thema ist: Es gab schon immer die Anwohner in der Stadt und es gab auch schon immer die Kneipen, die miteinander leben müssen. Daher ist ein rücksichtsvolles Miteinander das A und O. Wir weisen die Gäste auf die Anwohner hin, wenn dies erforderlich sein sollte, da ja jeder das Recht auf einen guten Schlaf hat.

 

Bild: © Oliver Huitson/ 123RF.com