Stadtleben

koi 1,5 Grad – Das CO2 der Dinge

-
koi 1,5 Grad – Das CO2 der Dinge

CO2 sparen mit Dingen des Alltags

Jetzt ist Energie sparen zu „etwas für den Frieden beisteuern“ geworden. Diktatoren für Energie zu bezahlen, mit der Folge, dass diese ihre Nachbarn bekriegen, das geht über jede Toleranzgrenze hinaus. Dieser Krieg, der zur schrecklichen Wirklichkeit wurde, ist so tiefgreifend, dass es uns alle motivieren sollte, mehr Energie zu sparen. Dinge teilen ist nachhaltig und spart auf Dauer jede Menge Energie, was wiederum, wie inzwischen jeder weiß, auch CO2 spart.

Dinge gemeinsam nutzen

Was jeder mit seiner Familie, seinen Freunden oder den Nachbarn teilen kann und will, ist unterschiedlich.
Es gibt jede Menge Dinge, die wir nur selten nutzen. Rasenmäher in kleinen Gärten zum Beispiel, können einfach mit Nachbarn geteilt werden. Mit Elektromähern nervt es auch nicht zu sehr, wenn alle hintereinander mähen. Überhaupt können Gartengeräte einfach geteilt werden. So können diese etwas teurer und damit haltbarer eingekauft weden. Hinzu kommt, dass man nicht mehr die Hütte oder Garage voller Zeug hat, das man nur wenige Male im Jahr rauskramt. Zwei meiner Nachbarn teilen sogar die Geislinger Zeitung.

Haltbare und reparaturfähige Dinge

Egal, ob man Dinge gemeinsam oder alleine nutzt, sollte man qualitativ bessere Dinge kaufen. Richtig, Qualität hat ihren Preis, aber bei einer vielfach längeren Lebensdauer, wird teuer plötzlich zu günstig. Und wie bekannt, spart das immer Rohstoffe sowie Herstellungs- und Transportenergie. Elektrogeräte sollten den sparsameren Verbrauch haben und damit wieder jede Menge CO2 sparen. Was die Lebensdauer erhöht, ist die Reparaturfähigkeit der Dinge. Oft ist nur eine Kleinigkeit kaputt und das Ding kann nicht mehr repariert werden. Wer das beim Kauf beachtet, erhält auf die gesamte Lebendauer gesehen einen größeren Wert. „Wer billig kauft, kauft zweimal“ heißt es so schön.

Einfache Dinge

Es gibt sehr viele Dinge, die uns angeblich das Leben einfacher machen. Ob das stimmt, kommt sehr auf den Anwendungsfall an. Es gibt hier unzählige Beispiele. Eines, das dies sehr deutlich macht, ist der Laubbläser. Eine sehr nervige Erfindung. Diese Geräte sind so laut wie ein Presslufthammer. „Sie sind laut, schmutzig, gefährlich für Tiere und bedenklich für unsere Gesundheit“, schreibt das Umweltbundesamt. Dagegen steht der Rechen und der Laubsack. Mal ganz ehrlich, sehr oft geht die Arbeit damit viel schneller. Einfache Dinge haben oft eine längere Lebensdauer und kosten sehr viel weniger.

Dinge leihen

Es gibt in Geislingen professionelle Verleiher von Dingen. Baugeräte und Co beim Mietpark, Reinigungsgeräte usw. Der Stadtjugendring verleiht sehr viele Dinge, die vor allem für Feste gebraucht werden. Das geht über Zelte verschiedener Größen, über das komplette Geschirrmobil. Auch einzelne Stücke können ausgeliehen werden. Wer ein Spielmobil oder eine Hüpfburg benötigt, wird dort fündig. Der große Vorteil vom Ausleihen: Wartung und Aufbewahren bleibt einem erspart und je nach Nutzungshäufigkeit ist es sehr viel günstiger.

Gebrauchte Dinge kaufen und verkaufen

Dinge müssen nicht immer neu sein. Gebrauchtes ist oft ebenso gut und sehr viel günstiger. Umgekehrt kann man Dinge, die man nicht mehr braucht, verkaufen und macht Andere, die genau danach suchen, froh. In Geislingen gibt es über das Jahr viele Tauschbörsen. Das spart wieder viel CO2, vorausgesetzt man fährt nicht meilenweit für Kleinigkeiten.

Bleibt froh und aufmerksam beim Leihen, gemeinsam Nutzen und Tauschen.

Eure
Elke Bühler