Stadtleben

koi 1,5 Grad – Energie sparen im Sommer

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koi 1,5 Grad – Energie sparen im Sommer

koi 1,5 Grad – Energie sparen im Sommer

Es ist August und damit sind wir in der heißen Jahreszeit angekommen. Trotzdem können und müssen wir ans Energie sparen denken. Es steht nicht gut um das 1,5 Grad Ziel. Immer mehr bekommen wir die Folgen des Klimawandels zu spüren. Und nun erhalten wir zu Allem obendrauf eine echte Gaskrise.

Für die Heizungen von Privathaushalten wird ein knappes Drittel verbraucht. Heizen müssen wir zwar im Moment nicht, aber z.B. zur Stromerzeugung werden ca. 12 % des gesamten Gasverbrauchs in Deutschland eingesetzt. An diesem Anteil kann deutlich eingespart werden.

Damit wir möglichst viel Gas bis zum Winter in unseren Speichern sammeln und behalten, soll dieser Anteil des Stroms mit Kohle erzeugt erzeugt werden. Bedauerlicherweise heißt das, dass die Kohlekraftwerke, die schlimmsten CO2-Schleudern, länger laufen. Wenn wir Strom sparen, hilft das sofort, dass weniger Strom aus Kohle erzeugt wird. (Die Zahlen stammen von Statistica, aus dem Jahr 2021, aktuell verschiebt sich da noch Einiges.)

Auch bei unserer EVF zerbrechen sich alle den Kopf, was wir hier vor Ort tun können. Damit die Kunden aus dem EVF-Gebiet gut versorgt werden, kündigt die EVF bereits Kunden aus anderen Gebieten.

Zur aktuellen Situation sagt Klaus Müller, der Chef der Bundesnetzagentur: „Man muss die Lage genau beobachten, gleichzeitig aber alles dafür tun, jetzt schon Gas einzusparen, die Heizung zu optimieren. Wir sind ja nicht ohnmächtig. Wir können ja etwas tun.“
Nur was genau? Jetzt noch ein paar praktische Tipps für den Sommer zum Energiesparen, neben kürzer und kälter duschen und den Duschkopf durch eine sparsamere Variante auszutauschen.

Heizen: 75 Prozent aller Heizungsanlagen in Deutschland werden mit Gas oder Öl betrieben. Viele dieser Heizungen haben eine automatische Temperatursteuerung. Die Temperatur sollte in den Sommermonaten sehr niedrig eingestellt oder besser die Heizung komplett abgeschaltet werden. Das verhindert, dass die Heizung anspringt, wenn es nur kurzzeitig mal kälter wird.

Backen: Umluft verteilt im Vergleich zu Ober- und Unterhitze sehr viel besser die Wärme im Backofen. Die Backtemperatur kann mit Umluft um 20 bis 30 Grad reduziert werden, was rund 20 Prozent der Energiekosten einspart. Mehrere Bleche können damit gleichzeitig (z.B Pizza, Blechkuchen oder Brötchen) gleichmäßig backen. Das Vorheizen kann mit Umluft wegfallen, was nochmals rund 20 Prozent Energie spart.

Waschen: Die meisten Waschmittel sind so zusammengesetzt, dass heiße Waschprogramme nicht mehr nötig sind. Die Öko-Programme mit 30 Grad oder weniger halbieren den Energieverbrauch im Vergleich zur herkömmlichen 40-Grad-Wäsche. Große Energiefresser sind Trockner, vor allem die mit hohem Energieverbrauch ohne Wärmepumpe. Eine Trocknerladung verbraucht mehr als doppelt so viel Strom wie eine 60-Grad-Wäsche. Im Sommer trocknet die Wäsche sehr schnell an der frischen Luft. Wer die Möglichkeit hat, spart viel Energie damit.

Urlaub: Warum nicht mal den Elektrogeräten eine kleine Pause gönnen? Rechner, Fernsehgeräte, Router und andere Elektro¬geräte nicht im Stand-by-Modus belassen, sondern komplett ausschalten. Das spart viel Energie, ohne jede Anstrengung und Verzicht. Und perfekt ist es, wenn man kurz vor der Abreise auch den Kühlschrank und die Gefriertruhe abtaut und bei offener Tür während der Abwesenheit ausschaltet. Man sollte ohnehin zweimal im Jahr die Kühlgeräte abtauen. Denn vereiste Gefriergeräte verbrauchen ebenfalls mehr Energie.

Also spart froh und mühelos Geld und Energie und freut Euch am Sommer und an der kostenlosen Wärme.

Einen schönen August wünscht
Euch eure Elke Bühler