Stadtleben

koi – Feuerzeuge

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koi – Feuerzeuge

Fire – feu – zjarr – fuoco – vatra – fogo – brand

Aus Gründen unseres kleinen Jubiläums haben wir die Stadt mit Feuerzeugen geflutet. (Nach Kugelschreibern, Powerbanks und USB-Sticks anscheinend die beliebtesten Werbegeschenke.)

Bad und Heizung Scheible Geislingen

Für diejenigen, die keine Kerzen anzünden, ungerne grillen und natürlich die Nichtraucher: Die Feuerzeuge haben auch einen Flaschenöffner an Board – trinken muss jeder! Übrigens: Das Feuerzeug gab es bereits vor den Streichhölzern!

Reibung erzeugt Hitze – nach diesem Prinzip wurden schon vor Jahrtausenden unterschiedliche Methoden der Feuererzeugung angewandt. Bis heute funktionieren Streichhölzer und Cerium-Feuerzeuge nach diesem Grundsatz. Als es nach Ende des Zweiten Weltkrieges an Material und Produktionsstätten für Zündhölzer und Feuerzeuge mangelte, kam Feuer zeitweise sogar aus der Steckdose. Bohren, sägen, hobeln, pflügen – egal wie: Feuer machen war für unsere Vorfahren ein mühsames Unterfangen. Beim Feuerpflug beispielsweise wird ein Hartholzstab so lange auf einem weichen Holzbrett gerieben, bis das Reibmehl zu glimmen beginnt. Etwa genauso alt – schätzungsweise 40.000 Jahre – ist das Prinzip des Feuerschlagens. Dabei werden Feuersteine aneinander geschlagen, bis sich Funken bilden. Als ältestes mechanisches Feuerzeug gilt das Radschlossfeuerzeug aus dem frühen 16. Jahrhundert. Mit einem Schnurzug oder einer Spannfeder wird ein kleines Eisenrad in Bewegung gesetzt, auf das ein Stück Pyrit (Eisensulfid) gedrückt wird. Die entstehen Funken fallen in eine Zunderkammer und durch Blasen entsteht eine Flamme.

Ob jetzt im Jahre 1805 ein Franzose oder 1826 ein Engländer die Streichhölzer erfunden haben, auf jeden Fall kamen sie später und Flaschen lassen sich damit auch schlechter öffnen. Und jetzt frohes Zündeln oder Flaschenöffnen.