Stadtleben

koi Vernissage

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koi Vernissage
13. & 14. April | Albwerk Speicher

koi Vernissage

Aufbauend auf dem großen Erfolg der letzten Vernissage von 2011, die also sage und schreibe mittlerweile 8 Jahre her ist dachten wir, es ist mal wieder Zeit, einen kulturellen Beitrag zu leisten und der Stadt etwas zurückzugeben.

Wir predigen ja ständig „kauft lokal“, „unterstützt eure lokalen Händler, Bars, Cafés“ und so weiter und genauso halten wir es bei unseren Künstlern der Heimat– gesagt getan. Wir freuen uns wahnsinnig darauf, die Kunstwerke von Martin Ramsauer auszustellen, der natürlich unser Highlight an diesem Wochenende sein wird. Martin, der uns über die Jahre liebevoll begleitet und immer mit Rat und noch wichtiger Tat in Form von Coverbildern oder Karikaturen geholfen und uns nie im Stich gelassen hat. Paybacktime – wir freuen uns sehr darauf, die neusten Bilder und Geistesblitze von Martin Ramsauer bestaunen zu dürfen.

Laut Infos des Albwerkes war die damalige Vernissage übrigens eine der bestbesuchtesten Veranstaltungen seit der Neueröffnung im selben Jahr.

Aber auch die Feuer- und Holzskulpturen von Oliver Sander werden im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehen. Oli, der bereits vor vielen Jahren in den Bann der Flammen gezogen wurde, wird seine neusten Kunstwerke der Öffentlichkeit präsentieren. „Es ist ein paar Jahre her, als ich mit Freunden am Lagerfeuer saß und wir einen ausgehöhlten Baumstamm ins Feuer stellten. Es dauerte nicht lang und die Wirkung des Kamineffekts hatte den alten Stamm im Griff – Flammen schossen zu den Astlöchern heraus und glühten wie Feueraugen. Dieses Bild hatte mich überzeugt! Gemeinsam mit einem Freund fertigte ich 2009 die ersten brennenden Stämme für ein Stuttgarter Architekturbüro.

Die Feuerskulpturen stießen auf sehr positive Resonanz bei den Gästen, sie zogen jeden in ihren Bann.“ Ein weiteres Highlight wird von Martins Papa, Karl Ramsauer, gesponsert. Herr Ramsauer senior, der damals das erste koi Coverbild vom alten Zoll gezeichnet hat, wird für die Vernissage ein eigens für die Vernissage gemaltes Kunstwerk ausstellen, welches den Albwerk Speicher mit dem danebenstehenden neuen Verwaltungsgebäude darstellt. Ihr dürft gespannt sein! Ein absoluter Hingucker … Ebenso werden alte Bilder vom Albwerk ausgestellt, die an frühere Zeiten erinnern werden.

Besten Dank an das Albwerk für die zur Verfügungstellung der wunderschönen Räumlichkeiten des Albwerk Speichers.
Es wird unter anderem eine kleine koi Ecke geben, in welcher vergangene Titelbilder zusammengefasst und künstlerisch dargestellt zur Besichtigung freigegeben werden.

Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag um 18 Uhr, die Eröffnungsrede um 18.30 Uhr folgt dann von einem oder beiden der koi Macher. Samstags geht’s bis 23.00 Uhr, am Sonntag von 14 – 18 Uhr.

Für das leibliche Wohl ist natürlich ebenfalls bestens gesorgt.

Übrigens:

Den Begriff Vernissage könnt ihr übersetzen mit „Beginn“ oder „Eröffnung (einer Kunstausstellung)“ bzw. „Vorbesichtigung“. Der eigentlichen Bedeutung kommt der letztgenannte Ausdruck am nächsten: Denn die Vernissage war früher als Veranstaltung gedacht, bei der Künstler ihre Gemälde mit einem Firnis (= transparenten Schutzlack) überzogen. So war das Werk zum letzten Mal im Ursprungs- und zum ersten Mal im nicht mehr veränderbaren Ausstellungszustand zu betrachten – und das nur für einen ausgewählten, privaten Kreis, nicht für die Öffentlichkeit.

Heute ist das freilich anders. Abgeleitet ist Vernissage vom Französischen: Dort bedeutet vernir = lackieren, firnissen. Verfolgen wir die Wurzeln des Wortes weiter, gelangen wir bis nach Nordafrika, genauer gesagt in die lybische Stadt Banghazi. Die hieß ganz früher einmal Berenike. Bekannt war die Stadt für ihr natürliches Harz, das sie exportierte – und aus diesem Koniferen-Harz wurde ursprünglich der Firnis hergestellt. Aus Berenike wurde bei den Griechen beronike (veronike). Die Italiener formten es aus dem lateinischen veronice zu vernice, bei den Franzosen wurde es zu vernis und im Deutschen schließlich Firnis.