Stadtleben

Mein Sohn bleibt bei mir!

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Mein Sohn bleibt bei mir!

06. März um 20 Uhr | Rätsche | Lesung von Mesale Tolu

Als politische Geisel war Mesale Tolu in türkischer Haft – und warum es noch nicht zu Ende ist.

Sie war eine prominente deutsche Geisel der türkischen Regierung. Als angebliche Terrorunterstützerin saß die Journalistin und Übersetzerin Meşale Tolu mit ihrem kleinen Sohn in Haft; danach wurde ihr die Ausreise aus der Türkei verweigert. Jetzt, wieder in Deutschland, berichtet sie über diese Zeit – über die Brutalität von Polizei und Justiz, das Alltagsleben in der politischen Gefangenschaft zwischen Hoffnung und Verzweiflung, ihren Kampf um Freiheit für ihre Familie und ihren Einsatz für die Pressefreiheit. Es entstand ein sehr persönliches Buch, das zugleich deutlich macht, wie das Regime in Ankara mit seinen Kritikern umgeht.

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Journalistin und Übersetzerin

Die Neu-Ulmerin Meşale Tolu ist eine deutsche Journalistin und Übersetzerin kurdischer Herkunft. Sie wuchs in Ulm auf und studierte in Frankfurt Ethik und Spanisch. 2007 erhielt sie die deutsche Staatsbürgerschaft und legte zugleich die türkische ab. Ende April 2017 wurde sie in ihrer Istanbuler Wohnung von einer türkischen Antiterroreinheit als „Terroristin“ verhaftet. Nur drei Wochen zuvor war ihr Mann Suat verhaftet worden. In ihrem neuen Buch „Mein Sohn bleibt bei mir“ schildert Tolu die Nacht ihrer dramatischen Festnahme.

Ihr Schicksal und das anderer in der Türkei inhaftierter Journalisten hat zahlreiche Medienberichte, Unterstützerkampagnen und diplomatische Aktivitäten ausgelöst. Am 18. Dezember 2017 wurde sie unter Auflagen aus der Haft entlassen, am 20. August 2018 hob ein Gericht die Ausreisesperre gegen Tolu auf, erst zwei Monate später die gegen ihren ebenfalls inhaftierten Ehemann Suat Çorlu.

„Was für eine Frau, was für ein Mut, was für eine Liebe.“ Die Welt