Stadtleben

Obere Mühle Gosbach

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Obere Mühle Gosbach

Erster Handwerksbetrieb in Baden-Württemberg „klimaneutral“

Der trockene Dürre-Sommer 2018, der verregnete Sommer 2021 – klimabedingte extreme Wetterbedingungen treten vor unserer Haustür immer öfter auf und haben direkten Einfluss auf den Mühlenalltag, denn die Weizen- und Dinkelernte ist davon betroffen.

Es besteht also dringender Handlungsbedarf – der CO2-Ausstoß muss verringert oder kompensiert werden. Kompensation bedeutet Investitionen in Aufforstung, in erneuerbare Energien oder andere saubere Technologien. Also wurde bewertet. Welche Optimierungsmöglichkeiten gibt es?

Projekte, welche den CO2-Ausstoß der Mühle verringerten:

Überholung der Turbine, um die Leistung zu erhöhen und somit mehr klimaneutralen Strom produzieren zu können und die Errichtung der Ladestation an der Mühle für E-Bikes – mit Strom aus der Turbine. Zusätzlich wurde das Diesel-Transportfahrzeug zur Auslieferung des Mehles an Großkunden ersetzt durch ein E-Fahrzeug. Die Ladestation wird durch den selbstproduzierten Strom gespeist. Zusätzlich gibt’s eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Am Ende ergab die Bilanz für 2020, dass die Obere Mühle auf dem Weg vom Korn auf dem Trecker bis zum Mehl in der Mehltüte und zur Gosbacher Mühlennudel 25,2 Tonnen CO2 ausstößt. (Vergl.: ein Bundesbürger verursacht jährlich ca. 8,5 Tonnen).

Um die überschüssigen 25,2 Tonnen CO2 zu kompensieren, hat die Mühle über die „Klimaschutz Stiftung Baden Württemberg“ sogenannte Kompensationszertifikate erworben. Hierbei ist es wichtig, den richtigen Partner zu haben, um zu gewährleisten, dass internationale Standards eingehalten werden.