Stadtleben

Wilde Feuerstellen

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Wilde Feuerstellen

Waldbrand im Ländle

Kürzlich war ich mit Hund und Kindern auf der Oberböhringer Heide beim Spazierengehen. Zugegeben, es war recht warm, ich hatte einen schmerzenden Fuß und sowohl Kinder als auch Hund waren alles andere als motiviert, also drehten wir nach einem Kilometer wieder um.

Allerdings sahen wir auf diesem einen Kilometer 4 wilde Feuerstellen, was uns alle sehr ratlos und auch etwas sauer gemacht hat, denn zwei der Grillstellen waren direkt unter Bäumen platziert und in unmittelbarer Nachbarschaft zu einigen toten Fichten, die bei der trockenen Witterung der letzten Tage relativ schnell hätten Feuer fangen können. Die Heide selbst ist gegenwärtig auch strohtrocken und so blieben wir alle angesichts solch grober Fahrlässigkeit ratlos zurück.

Natürlich fragten die Kinder sofort, wie denn das sein könne, immerhin gebe es doch nahe dem Parkplatz einige öffentliche Feuerstellen. Doch manche öffentlichen Grillstellen sind immer noch coronabedingt gesperrt und so wichen hier die ambitionierten Zündler auf andere Stellen (Wilde Feuerstellen) aus, denn an den öffentlichen Grillstellen schauen natürlich immer wieder die Ordnungshüter vorbei.

Dumm, sehr dumm. Zum einen hat Feuer die dumme Angewohnheit, dass der Rauch von Autofahrern oder Wanderern entdeckt werden könnte und vor allem im Dunkeln kann das Feuer natürlich auch gesehen werden. Wer nun hier an einer wilden Feuerstelle erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 55-155 Euro rechnen. Sollte es zu einem Wald gefährdenden Brand kommen, wird es richtig teuer. Hier kann es locker in den fünfstelligen Bereich gehen. Für ein Lagerfeuer schon sehr teuer. Zudem sollte es doch im Interesse von uns allen sein, unsere Wälder zu schützen und sie keinem unnötigen Risiko auszusetzen.

Eure Andrea